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Freitag, 9. November 2012

Ich höre wie Glas zersplittert, in tausend kleine Teile. Ich sehe, wie es in der Sonne glitzert. Ich spüre wie die Glasscherbe sich tiefer in meine Hand drückt. Ich fühle den Schmerz. Er ist nicht bedrohlich, angsteinflösend, sondern warm und befreiend. Ich drücke sie noch tiefer in meine Hand. Ich vergesse alles um mich herum. Der Schmerz wird wärmer und wärmer, bis er zu einer unerträglichen Hitze wird. Ich lasse sie fallen. Ich sehe wie sie auf dem Boden aufschlägt, sie zerplittert nicht, wie die Fenster um mich herum, sie bleibt heil und unverletzt. Ich wende meinen Blick von der Glasscherbe ab und schaue auf L. der nun einen Eisensper durch ein Fenster wirft und der darin stecken bleibt. Er lächelt stolz. Meine Hand pocht. Ich will sie nicht ansehen, denn ich weiß, was ich wieder getan habe. Du bist rückfällig geworden. Ich hebe eine Eisenstange auf die neben mir, zwischen den ganzen glitzernden Glasscherben auf dem Boden liegt. Ich hole aus und sie schießt auf das Fenster zu. Als sie auf das Fenster trifft, knallt es, dann zerfällt die Scheibe in tausend kleine Stücke. L. schaut mich prüfend an. "Was ist ? ", ruscht es mir raus. "Hmm.. ich will dich nicht beunruhigen, aber.. deine Hand.. sie" er starrt sie an. "Blutet". "Ohne sie anzusehen sage ich, "ich weiß" und verlasse die alte Grundschule. 

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