Ich stand oben auf der Klippe, um mich herum waren große Tannen, alles war nebelig, und toten Still. Ich machte einen kleinen Schritt und ich hörte wie sich Kiesel lösten, eine kurze Strecke rollten und dann nach unten fielen. Dann hörte man, wie sie ins Wasser eintauchten. Ich stand da, ganz alleine, es war irgendwie beruhigend, obwohl ich Höhenangst habe, bin ich nicht in totaler Panik ausgebrochen, ich war ganz entspannt. Nach langer Zeit flog ein Adler, oder irgend ein anderer Vogel, am Himmel und schrie. Da machte ich noch einen Schritt,Kiesel bröselte ab und fielen wieder ins Wasser. Ich liebte diese Gegend. Ich wollte da für immer stehen bleiben, doch ich wusste das das nicht ging.
Ich schaute nach unten. Starrte lange in das dunkle Wasser. Von dort oben sah es aus, als würde es nicht wehtun. Ich sprang. Ich sah es auf mich zukommen, wie eine schwarze Wand. Dann verschlucke es mich und ich sah meinen leblosen Körper immer tiefer sinken, bis er aus meinem Sichtfeld verschwunden war.
Ich wachte auf, und ich schrie oder heulte nicht, ich lächelte.
Ich lächelte.
Verdammt.
Gestern stand ich am Abgrund, heute bin ich schon einen Schritt weiter.
AntwortenLöschenIch finde das passt hier sehr gut.