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Freitag, 1. März 2013

Das Schlucken schmerzt. Aber nicht mehr lange. Ich starre die Tabletten in meiner Hand an. Soll ich ? - Soll ich nicht ? Ich lasse sie durch meine Hand rollen. Alles kommt wieder hoch - der 'Unfall', J. &' L. Ich drehe mich zu Waschbecken, sehe mich im Spiegel an. Versuche zu lächeln, doch meine Mundwinkel gehen einfach nicht nach oben. Die Tabletten in meiner Hand rufen nach mir. Schreien. Betteln.. Dann ist die zweite in meinem Mund verschwunden, das Schlucken schmerzt nicht mehr so, wie am Anfang. Ich denke an J. Die dritte spüre ich schon nicht mehr. Der Tropfen, der schon lange am Wasserhahn hing, fällt nun endlich nach unten. Du bist genau wie der Tropfen, einfach zu schwer, eine Last. Du musst fallen ! Ich spüre, dass die Tabletten nicht gegen meine Kopfschmerzen helfen. Mir wird schwindelig. Schluck die vierte ! Dann noch die fünfte &' du bist frei ! Ich denke an C. wie sie vor meinem Grab steht, heult. An J. wie er eine Rose auf mein Sarg schmeißt. An L. der zu diesem Zeitpunkt schon bei mir wäre. Ich lasse die Tabletten erneut über meine Hand rollen. Schluck ! Schluck ! Schluck ! Ich nehme die vierte, halte sie vor meine Lippen. Sehe mich im Spiegel an. Dann ist die vierte weg. Einfach weg. In meinem Mund ? Auf dem Boden ? - Keine Ahnung. Ich schlucke die fünfte. Ich versuche in mein Zimmer zu kommen, falle von Wand zu Wand. Alles flackert, wird unscharf, dann flackert es wieder. Ich sehe meine Tür, unscharf, dann mein Bett.
Ich wache auf. Sehe mich um. Ich liege halb auf dem Boden, halb auf meinem Bett. Scheiße, du lebst noch. Ich stehe auf. Merke, dass ich meine Hand zu einer Faust balle. Öffne sie. Die vierte Tablette.

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